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ALPINIA ZERUMBET

Alpinia zerumbet
(Synonyme: Alpinia speciosa, Alpinia nutans, Catimbium speciosum)

Der Muschelingwer (engl. Shell Ginger, Pink Porcelain Lily oder auch Butterfly Ginger) ist ursprünglich beheimatet in Südostasien (China/Japan), ist jedoch in vielen tropischen Regionen als Zierpflanze weit verbreitet. Bei uns wird der Muschelingwer inzwischen verstärkt als Topf- bzw. Kübelpflanze angeboten und kultiviert.

Alpinia zerumbet gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Es handelt sich um eine mehrjährige, rhizombildende Staude bis ca. 3m mit wechselständig angeordneten, lanzettlichen, tiefgrünen Blättern. Die sehr attraktiven, duftenden Blüten erscheinen in endständigen, bis zu 50cm langen, überhängenden, dichten Rispen, die sich aus zahlreichen Einzelblüten zusammensetzen. Die weißen, glockigen Blütenkelche besitzen eine gelbe Lippe mit roten Zeichnungen.

ACHTUNG: sowohl die Stengel, Blätter als auch die Wurzeln sind toxisch !

Kultur + Vermehrung

Alpinia zerumbet ist als Kübelpflanze sehr gut geeignet, wenn man einige wichtige Faktoren beachtet. Während der Sommermonate wird ein halbschattiger bis sonniger Standort mit hohen Temperaturen ( möglichst über 20°C ) und hoher Luftfeuchtigkeit bevorzugt. In dieser Zeit benötigt sie auch reichliche Wassergaben. Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden.
Während der Wintermonate sollte auf die Einhaltung einer Ruhezeit geachtet werden.
Die Überwinterungstemperatur sollte 12°C nicht unterschreiten, von November bis März sollte die Pflanze eher trockener gehalten werden, d.h. es sollte nur sporadisch leicht gegossen werden, um ein völliges Austrocknen des Substrats bzw. der Rhizome zu vermeiden.
Als Substrat eignet sich eine gute, nährstoffreiche Einheitserde mit einem Anteil Sand, Lehm, Perlite oder Vermiculite.
Als Dünger kann ein guter Flüssigdünger ca. alle 8-10 Tage verwendet werden. Sehr gut bewährt hat sich jedoch auch der Einsatz eines Langzeitdüngers, der dem Substrat beim Umtopfen im Frühjahr, mit Beginn der Vegetationsphase ca. ab März/April, untergemischt wird. Ein Nachdüngen ist dann in der Regel in dieser Saison nicht mehr erforderlich. Alternativ kann dem Substrat verrotteter Rinderdung untergemischt werden.

Die Vermehrung kann sowohl generativ (Aussaat) als auch vegetativ (Teilung der fleischigen Rhizome) erfolgen.
Vor der Aussaat sollten die Samen mit heißem Wasser übergossen werden und ca. 24-48 Stunden vorquellen. Anschließend max. 0,5cm tief in eine Mischung aus Aussaaterde und Sand oder Perlite auslegen, hell und warm (ca. 22-25°C) aufstellen, sowie konstant feucht (nicht naß!) halten.
Die Aussaat kann ganzjährig erfolgen, da nur bei frischen Samen mit einer hohen Keimrate zu rechnen ist.
Für die vegetative Vermehrung werden im Frühjahr Rhizomteilstücke mit 1-3 oder mehr gut sichtbaren Augen in eine gute Einheitserde ausgelegt und ca. 2-3cm dick mit dem Substrat bedeckt. Die Töpfe mit den Rhizomen anschließend warm (23°C+) aufstellen, bis ein Austrieb zu erkennen ist. Bodenwärme wirkt sich positiv auf den Bewurzelungs- bzw. Austriebsprozess aus.

Kurzinfo:
• rhizombildende Staude bis ca. 3m
• sehr attraktive Blüten in überhängenden Blütenständen
• immergrün
• sehr gut für die Topf- bzw. Kübelkultur geeignet
• benötigt viel Wärme
• anspruchsvoller in der Pflege
• Standort im Sommer halbschattig bis sonnig
• regelmäßig gießen
• Überwinterung hell, nicht unter 12°C
• im Winter weniger gießen, jedoch nicht austrocknen lassen
• Aussaat einfach – Samen müssen frisch sein!
• vegetative Vermehrung einfach durch Teilung der Rhizome