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SOLANUM ABUTILOIDES

Solanum abutiloides
(Synonym: Cyphomandra abutiloides)

Die Zwergbaumtomate, Zwergtamarillo oder auch brasilianischer Samtpfirsich (engl. Dwarf Tamarillo) ist ursprünglich beheimatet in Südamerika (Argentinien, Bolivien) und wächst dort in Höhenlagen bis zu 3500m. Bei uns wird die Zwergtamarillo inzwischen verbreitet als Topf- bzw. Kübelpflanze kultiviert.

Solanum abutiloides gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) . Es handelt sich um einen mehrjährigen, je nach Standort immergrünen bis laubabwerfenden, schnellwüchsigen, hohen Strauch oder kleinen Baum, am Naturstandort bis ca. 3m Höhe. Auch bei uns kann in Kübelkultur bereits im ersten Jahr durchaus eine Höhe von 2m erreicht werden. Die wechselständig angeordneten, langgestielten, bis zu 16cm langen und 12cm breiten, mittel- bis dunkelgrünen Blätter sind herzförmig und beidseitig samtig behaart. Die kleinen, duftenden, 5-petaligen, weißen Blüten erscheinen in endständigen, aufrechten Büscheln mit bis zu 20 Einzelblüten. Aus ihnen entwickeln sich essbare, kleine, runde, dünnschalige, bei Vollreife orangefarbene Beerenfrüchte. Die Früchte erinnern im Geschmack an eine Kombination aus Aprikose und Erdbeere, sie können entweder roh verzehrt oder zu Marmelade oder Desserts verwendet werden.

Kultur + Vermehrung

Die Pflege dieses interessanten Strauches ist einfach. Während der Sommermonate bevorzugt die Zwergtamarillo einen halbschattigen bis sonnigen, warmen Standort, ein Freilandaufenthalt sagt ihr während der warmen Jahreszeit besonders zu.
Die Überwinterung kann sowohl hell als auch dunkel erfolgen, bei Temperaturen von 5-15°C. Bei warmer, heller Überwinterung behält die Zwergbaumtomate ihr Laub, bei kühler Überwinterung wird das Laub abgeworfen. Die Überwinterung im Zimmer, bei Temperaturen über 15°C und hellem Standort, ist ebenfalls möglich, allerdings muss dann verstärkt auf Ungezieferbefall geachtet werden.
Während der heißen Jahreszeit ist der Wasserbedarf hoch, es sollte in regelmäßigen Abständen reichlich gegossen werden. Während der Wintermonate ist das Gießen einzuschränken, es sollte nur soviel gegossen werden, dass der Wurzelballen nicht über einen längeren Zeitraum völlig austrocknet. Auch hier gilt die Faustregel, je niedriger die Überwinterungstemperatur, desto weniger sollte gegossen werden.
Als Substrat eignet sich eine gute, nährstoffreiche Einheitserde mit einem Anteil Sand oder Perlite. Die Zwergbaumtomate benötigt für ein gutes Wachstum und eine reiche Blüten- und Fruchtbildung sehr viel Nahrung, daher sollte ca. von März bis September 1x wöchentlich mit einem guten Flüssigdünger gedüngt werden. Sehr gut bewährt hat sich auch der Einsatz eines Langzeitdüngers, der im Frühjahr mit Beginn der Vegetationsphase (ca. ab März/April) dem Substrat beim Umtopfen untergemischt wird. Ein Nachdüngen ist dann über die gesamte Saison nicht mehr erforderlich.

Die Vermehrung kann sowohl generativ (Aussaat) als auch vegetativ (Stecklinge) erfolgen. Vor der Aussaat sollten die kleinen, flachen Samen für ca. 2-3 Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen. Anschließend werden die Samen nur oberflächlich mit einer Mischung aus Aussaaterde und Sand oder Perlite bedeckt, hell und warm (23°C+) aufgestellt, sowie konstant leicht feucht (nicht nass!) gehalten. Die Aussaat kann ganzjährig erfolgen, allerdings ist eine Aussaat im zeitigen Frühjahr sicherlich sinnvoller, um starke, kräftige Pflanzen zu erhalten.
Bei der vegetativen Vermehrung werden die Stecklinge in einzelne Töpfe mit einer Mischung aus Aussaaterde und Sand, Pikiererde oder einem Sand-Torf-Gemisch gesteckt, warm und halbschattig aufgestellt, sowie konstant leicht feucht gehalten. Bodenwärme wirkt sich auf den Bewurzelungsprozess positiv aus.

Kurzinfo:
• Strauch oder kleiner Baum bis ca. 2m
• essbare Früchte
• sehr gut für die Topf- bzw. Kübelkultur geeignet
• sehr blühfreudig
• bildet viele Früchte aus
• pflegeleicht
• Standort im Sommer halbschattig bis sonnig
• regelmäßig und reichlich gießen, nicht austrocknen lassen
• sollte regelmäßig gedüngt werden
• Überwinterung bei 5-15°C, hell oder dunkel
• Überwinterung im Zimmer möglich, dann verstärkt auf Ungezieferbefall achten!
• Aussaat einfach
• Stecklingsvermehrung einfach